Triple-Ultra-Triathlon 29.-31.07.2016 in Lensahn

Triple-Ultra-Triathlon in Lensahn 2016Bei meinem 8. Start in Folge hatte mir das Schicksal ein gebrauchtes Wochenende angedreht. Nachdem ich die beiden Nächte vor dem Wettkampf kaum Schlaf fand – warum auch immer – musste ich dies teilweise im Wettkampf nachholen. Zum Schwimmstart beklagte ich, wie auch zahlreiche andere Athleten, Übelkeit. So pflügte ich die 228 Bahnen durchs Lensahner Freibad.


Mit meiner bis dahin schlechtesten Schwimmzeit entstieg ich dem Becken nach 3:27h. Der Wohlfühlmodus war auf einer Skala von +10 bis -10 ungefähr bei -1000. Gedanklich war ich bei der 25. Veranstaltung schon ausgestiegen, aber irgendwie geht es aus Erfahrung heraus immer.

Das "Irgendwie" war ein quälend langer 2. Abschnitt auf dem Rad mit zahlreichen Pausen und meinem ersten Platten beim Triple. Dies passierte natürlich auf einem unbeleuchteten Stück inmitten der Nacht – war ja logisch. Regen hat man sowieso immer mitgebucht; eigentlich unnötig zu erwähnen. Mit der bis dahin zweitschlechtesten Performance (25:19h) standen mir "nur" noch drei Marathons bevor.

Nach dem 1. Drittel des Laufs tat ich mit Leidensgenosse Norbert Lüftenegger zusammen. So zogen wir mit zahlreichen Stopps die Strecke durch. Dabei planten wir zukünftige Events und machten jede Menge Blödsinn. Erleichtert und zufrieden, dass wir nicht aufgegeben hatten, erreichten wir auf Platz 17 nach 49 Stunden und 25 Minuten gemeinsam den Zielstrich.

Fazit: Auch wenn die Voraussetzungen denkbar schlecht sind, kann man das Ding erfolgreich beenden. Zudem ist das Klagen eines auf hohem Niveau, landete ich doch deutlich in der ersten Hälfte der Finisher. Zum Thema gebrauchtes Wochenende passt noch, dass auf den Finisher-Shirts statt 11,4 km Schwimmen nur "1,4 km Schwimmen" stand; ein Unikat, wenn man es positiv sieht.

Apropos Positiv: Richard Widmer schaffte es zwar wiederum nicht, den Weltrekord zu unterbieten, erzielte jedoch mit 33:15 Stunden die viertbeste Endzeit überhaupt. Grundstein dafür war u.a. seine Zeit für das Radeln der 540 km. 16:49 Stunden bedeuteten die sechstbeste jemals erzielete Zeit in Lensahn.

Festhalten kann man auch, dass die ersten vier Finisher alle unter 36 Stunden blieben – ein seltener Fall, den es bis dahin nur 1996 gab. Die Siegerin bei den Frauen, Marie Veslestaul, konnte ihre Zeit beim 2. Start um sagenhafte 14 auf 40:56 Stunden verbessern. Roland Patzina stellte mit seinem 14. Finish den Teilnahme- und Finish-Bestwert von Uwe Schiwon ein. Im allein bleibt, dass alle seine Teilnahmen in Serie erfolgten.

Mein Dank gilt natürlich wie immer meinem Team mit Nadine, Ilana, Margret, Hartmut, Heiko und Dennis.