Volksdistanz 04.09.2005 in Rodgau/Dudenhofen

Warm und trocken ist es an diesem Septembertag. Perfekte Bedingungen für eine Sportveranstaltung im Freien, der ich eigentlich gar nicht beiwohnen wollte. Doch nun kommt es doch anders.

Zunächst begleite ich einen Kollegen, Joachim, zum Ort des Geschehens, um mir ein Bild eines Triathlon-Wettkampfes machen zu können. Ein frei gewordener Startplatz, auf den ich insgeheim gehofft habe, wird ausgelobt und ich schlage sofort zu. Mit der Startnummer 70 gehe ich an den Start.

Überlebenskampf im Wasser
Mulmig ist mir schon, während ich am Ufer des Sees hinaus zur Wendeboje blicke. "Wie soll ich die 400 Meter, gefühlt natürlich mindestens ein paar Kilometer, im See überstehen? Wenn ich bis zur Boje komme, schaffe ich es dann auch zurück?" Viel Zeit darüber nachzudenken bleibt mir nicht; da erfolgt auch schon der Startschuß. Los geht's! Brustschwimmen ist der einzige Stil, mit dem ich vorwärts komme - wenn man das so bezeichnen will. Ich werde von zahlreichen Leuten überholt und entsteige dem Wasser als einer der letzten Teilnehmer nach 10:06 Minuten - depremierend.

Die Verfolgungsjagd beginnt
Joachim, ein guter Schwimmer, sitzt natürlich schon auf dem Rad, während ich in der Wechselzone meinen Schaff habe. Auf dem Rad sollte es dann aber besser laufen. Schon nach wenigen der 14 Kilometer fange ich zahlreiche Leute wieder ein. Nun geht es an die Verfolgung von Joachim. Kann ich ihn schon auf dem Rad einholen? Es sollte leider nicht reichen. Nach 30:48 Minuten komme ich in die Wechselzone. Nun drücke ich auf's Tempo - meine stärkste Disziplin kommt jetzt. Auf dem 4-KM-Wendepunktkurs kann ich Joachim schon nach wenigen 100 Metern sehen; ein psychologischer Vorteil. Am Wendepunkt habe ich ihn endlich. Er versucht an mir dranzubleiben, muß letztlich aber doch abreißen lassen. Nach 18:24 Minuten und einer Gesamtzeit von 0:59:18 Stunden erreiche ich das Ziel als 70. von 226 Finishern.

Fazit
Die gesammelten Erfahrungen werden mir auf jeden Fall weiterhelfen. Vor allem gelange ich an diesem Tag zur Erkenntnis, daß ich nicht nur ein schlechter Schwimmer, sondern ein katastrophaler Schwimmer bin und folglich lernen muß, mich im Wasser gekonnt zu bewegen. Daneben muß ich den Wechsel zum Radfahren üben. Insgesamt ist es ein schöner Tag an dem ich meinen ersten Triathlon erfolgreich beende.