Challenge Roth 12.07.2015

Challenge Roth 2015Umgerechnet 35 Langdistanzen hatte ich seit 2007 erfolgreich absolviert und erst jetzt nahm ich den Klassiker im fränkischen Roth in Angriff. Dieser Wettkampf trug immerhin bis 2001 das Ironman-Label; ab 2002 Frankfurt, wo ich vergangenes Wochenende trotz verhärteter Wade erfolgreich war. Diese stellte auch die große Unbekannte dar.

Trotz gezielter Behandlungen unter der Woche und am Samstag vor dem Start, hatte ich mich mental darauf eingestellt, den kompletten Marathon gehen zu müssen. Entsprechend plante ich das Schwimmen und Radfahren zügig durchzuziehen, um das Zeitlimit von 15 Stunden einhalten zu können.

Der Triathlon im Frankenland ist eine Mischung aus den Veranstaltungen in Frankfurt und Hannover; einzig die Teilnehmer beider Events muss man addieren. Entsprechend voll ist es bei der Startnummernausgabe und Radabgabe am Samstag, als auch am Starttag. Gestartet wird in 17 Wellen im Abstand zu je 5 Minuten. Die Profis vorneweg um 6:30 Uhr; ich bin in der 7:30-Uhr-Startgruppe. Geschwommen wird wie in Hannover im Kanal, also eine denkbar einfach zu lösende Aufgabe. Die Zeit für 3,8 Kilometer differiert folgerichtig auch nur um wenige Sekunden. (1:13h)

Der Wechsel fand wie in Frankfurt im Zelt statt. Dazu entspricht die Radstrecke mit ihren 2 Runden gegen den Uhrzeigersinn und 1200 Höhenmetern fast der in der hessischen Metropole. Einziger Unterschied ist, dass es statt eines Anfahrtswegs in die Runde einen Abfahrtsweg aus der 2. Runde heraus direkt nach Roth gibt. Das Tour-de-France-Feeling am Heartbreakhill glich wiederum dem am Solarer Berg. Der Kurs selbst verläuft durch Wiesen und Wälder sowie kleinen Ortschaften und machte richtig Spaß. Die 200 Höhenmeter mehr fielen nicht sonderlich ins Gewicht und so erreichte ich die 2. Wechselzone nach weiteren 5:35 Stunden.

Raus aus den Radschuhen, hinein in die Laufschuhe und auf ging es zum abschließenden Marathonlauf. Meine rechte Wade fühlte sich weich an – ich konnte laufen. Ich nehme es auch gleich vorweg: Dies sollte bis zum Ende auch so bleiben. Gemäßigten Tempos nahm ich die endlos langen und engen Geraden am Kanal einmal gen Süden, einmal gen Norden. Unterbrochen wird der öde Kurs durch kleine Ortsabschnitte, in denen mächtig Stimmung herrschte. Toll!

Zum Ende begleitete mich Supporter Mike partiell auf dem Rad. Die letzten Kilometer machten so richtig Spaß – so sehr freute ich mich darüber, keine ernsthafte Verletzung zu haben, die mein Projekt gefährden könnte. Der Zieleinlauf selbst erfolgte in einem Rund – sprich einer Zuschauer-Arena – extrem laut und zugleich schön. Die 36. Langdistanz beendete ich nach 10:37:11 Stunden, was auch noch einer tollen Zeit entsprach. Nach 4 von 9 Veranstaltungen liege ich weiter voll auf Kurs.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei Denise und Thorsten Eckert für die Aufnahme und gigantische Verpflegung von mir und meinem Betreuer Mike das ganze Wochenende hindurch; zudem bei Thorsten für den logistischen und bei Mike für den visuellen Support. Dazu ein großes Dankeschön an Marc und Larissa, die meine Wade einsatzfähig geknetet haben. Danke auch an Steffi, Bernhard, Dieter und Roy für die Anfeuerung an der Strecke und natürlich an all die, die in Gedanken bei mir waren und das via E-Mail, Phone oder Facebook kund taten. Ihr seid alle spitze!

Offizielle Webseite

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Ergebnisanalyse von Russell Cox (Coach Cox)