Double-Ultra-Triathlon 21.08.-23.08.2014 in Murska Sobota/Bakovci

Double-Ultra-Triathlon in Murska Sobota 2014 Weltmeister in meiner Altersklasse – dazu noch die Nationenwertung gewonnen. Was für ein tolles Wochenende für mich - ja, für unser Team. Nach 22 Stunden und 50 Minuten ist die Schinderei in drei Akten abgehakt. Zurück liegen 7,6 Kilometer Schwimmen im See, 360 km Radeln und zum Abschluss ein Doppelmarathon.

Mit vollgepacktem Bus starteten Ilana, Nadine, Stefan und ich zur letzten "Ultra-Station" des Jahres nach Slowenien durch. Ziel ist das 820 Kilometer entfernte Murska Sobota. Angekommen, ging es auch gleich zur Wettkampfbesprechung, Startnummernausgabe und Pasta Party.

Aus Fehlern lernt man bekanntlich und so buchten wir uns dieses Mal für die Nacht vorm Wettkampf im Hotel ein. Letztes Jahr war an Schlaf im Zelt aufgrund eines laufenden Kühlaggregats und anderer Umstände nicht zu denken. Demzufolge gab es diesmal keine Ausreden.

Raceday! Gestartet wurde um 12:00 Uhr im See südlich von Murska Sobota. Da die Bojen diesmal ein Stück weiter auseinander verankert waren, waren nur 18,5 Runden zu absolvieren. Von diesen konnte ich immerhin 5 Runden an Roland Scheurer und einem bis dahin unbekannten Engländer dranbleiben. Nach deren Tempoverschärfung war ich die restliche Strecke allein unterwegs. 7,6 km, diesmal ohne Trinkpause, in rund 2:20 Stunden sind akzeptabel.

Im Gegensatz zu letztem Jahr fühlte ich mich gut – hatte kein flaues Gefühl im Magen. Und los ging die wilde Jagd per Pedale. Da die Veranstaltung dieses Mal als WM ausgeschrieben worden war, waren natürlich auch mehr Teilnehmer am Start. Dies hatte zur Folge, dass die ursprünglich 3,4 km lange Strecke auf 5 km verlängert wurde – gut so.

Insgesamt 75 Runden in die Nacht hinein waren so zu bewältigen. Nadine und Ilana, die neben uns beiden noch Manfred Matschke betreuten hatten eine Menge Spaß, was sich in vollgeschriebenen Rundenzetteln wiederfand. Jedes noch so kleine Ereignis wurde in lustiger Textform notiert.
Wer zu langsam ist, den bestraft der Nebel. Dieser zog nach Mitternacht über die Felder zwischen Murska Sobota und dem eigentlich Dreh- und Angelpunkt Bakovci auf. Die letzten Runden waren sehr, sehr kalt.

Das änderte sich zunächst auch nicht auf der Laufstrecke. Trotz allem kam ich aber gut in Tritt und nahm Runde um Runde. so arbeitete ich mich peu a peu durchs Feld bis Platz 3 scheinbar in Reichweite lag. Ich versuchte nochmals das Tempo anzuziehen, aber Kamil Suran hatte sich auf dem Radkurs zu viel Vorsprung auf mich herausgefahren.

Äußerst zufrieden nahmen Nadine und ich die letzten Meter ins Ziel. Gelacht, gejubelt, geknutscht – Sportlerherz, was willst Du mehr? Ein fantastisches Wochenende endete mit einem 2. Weltmeistertitel. Manfred Matsche holt sich den Pokal vor der Ultra-Legende Guy Rossi in der AK größer 60 Jahre.

Ein grandioser Teamerfolg wird natürlich mit reichlich Alkohol begossen. Mein Dank gilt Nadine und Ilana, die sich für uns mal wieder voll ins Zeug gelegt hatten. Die Verpflegung dreier Athleten mit zwei Supportern, stellte diese vor logistische Probleme, die allesamt - eben weltmeisterlich - gelöst wurden. Es war, ist und bleibt Teamsache - danke!