50-KM-Ultramarathon 30.01.2010 in Dudenhofen

Temperaturen um 0 Grad Celsius und ein zunächst vereister Untergrund waren nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein schnelles und angenehmes Rennen. Trotz allem starteten von 1130 gemeldeten neben Anja, Judith und mir immerhin noch ca. 650 Läufer beim 1. Treffpunkt der Ultras zu Jahresbeginn an der Gänsbrüh im Rodgau.

Der Start des "11. Internationalen 50 km Ultramarathon des RLT Rodgau" erfolgt fast pünktlich um 11:00 Uhr. Obwohl der Veranstalter den die 5-Kilometer-Strecke gestreut hatte, ist Vorankommen schwierig. Viel Kraft verpufft schon beim halten des Gleichgewichts. Zunächst laufe ich noch mit einem Schnitt von 4.10 Minuten pro Kilometer, der sich jedoch kontinuierlich und auch drastisch verschlechtert.

Schon in der 3. Runde beginnen die Überrundungen der letzten Läufer, was gerade auf den 500 Metern zum und weg vom Wendepunkt äußerst schwierig ist. Zudem wird das Geläuf immer matschiger. Dick eingepackt nehme ich Runde um Runde. Bei KM 30 sehe ich nach knapp 3 Stunden im Augenwinkel noch Anja, die erstmalig eine solch lange Distanz lief, aussteigen.

Konnte ich zu Anfang noch lange Zeit mit der führenden Frau, Veronika Ulrich, im Gleichschritt laufen, liegen meine Kilometerzeiten nun schon über 5 Minuten. Von meiner angepeilten Endzeit um 3:30 Stunden bin ich so weit entfernt, wie der Mond von der Sonne. Selbst meine Trainings-Bestzeit über 50 KM aus dem Vorjahr kann ich schon nicht mehr erreichen. „Mittlerweile wäre ich schon zufrieden, wenn ich noch unter 4 Stunden ins Ziel komme“.

Und wenigstens das sollte mir noch gelingen. Nach 3:56.18 erreiche ich als 23. Mann das Ziel. Insgesamt belege ich Platz 24; da Veronika rund 7 Minuten vor mir das Ziel erreicht hat. Judith erreicht nach 4:53.40 Stunden ebenfalls als 23., insgesamt als 203., den Zielstrich.

Bemerkenswert ist, dass die Masse der Teilnehmer aus der Altersklasse von 45-50 stammt, nämlich knapp 300 Läufer. Silke Eichner aus der AK 70 lief ihren 1474. Marathon bzw. Ultra in 6:10.18 Stunden.