Marathon 31.10.2010 in Frankfurt

Eine dreiwöchige Trainingspause infolge einer Zahnwurzelentzündung gegen Ende der Vorbereitungszeit auf diesen Marathon sorgt für Missstimmung. Am Wettkampftag selbst komme ich gerade noch rechtzeitig zum Start. Kaum im Startblock erfolgt auch schon der Startschuss. Mit der Ungewissheit, was ich fast aus dem Stand über 42 Kilometer zu leisten im Stande bin, laufe ich auf eine Zielzeit knapp unter drei Stunden an.

Dies geht zunächst auch gut. Ich arbeite mich schnell durch das Feld und überhole u.a. die beiden blinden Läuferinnen samt Begleitung sowie den „Rückwärtsläufer“. Bei optimalen äußeren Bedingungen liege ich beim absolvierten Halbmarathon mit 1:27.59 Stunden noch deutlich unter der angestrebten Endzeit.

Bei Kilometer 25 überhole ich eine Bekannte, die ebenfalls als Ziel die Drei-Stunden-Marke zu unterbieten ausgegeben hat. Nach 29 Kilometern erfolgt dann der erwartete Einbruch. Meine Bekannte fängt mich auf der Mainzer Landstraße bei Kilometer 31 wieder ein und zieht davon. An den Straßenrändern knien oder sitzen einige Läufer vor Erschöpfung. Wenigstens kann ich die Distanz locker durchstehen, aber eben nicht so schnell wie in den vorangegangenen Jahren.

Ich laufe dem Ziel locker entgegen und gehe erstmals über den roten Teppich in der Festhalle, blicke mich um und genieße bewusst die Stimmung auf dem Weg zum Strich. Eine Endzeit von 3:04.32 steht zu Buche; immerhin meine drittbeste Zeit, aber fast 10 Minuten langsamer als im Vorjahr. Dies bedeutet Platz 797 gesamt und Rang 125 in meiner Altersklasse.

Leider verfehlt meine Bekannte mit 3:02 Stunden ihr Ziel knapp. Die beiden blinden Läuferinnen beenden den Lauf in hervorragenden 3:11 (Weltrekord!) bzw. 3:15 Stunden. Der Rückwärtsläufer erreicht ebenfalls in Weltrekordzeit nach 3:42 Stunden den Zielstrich.

Distanz Zeit in h Differenz in min min/km km/h
5 KM 0:20.49 20.49 4.10 14,41
10 KM 0:41.49 21.00 4.12 14,30
15 KM 1:02.38 20.49 4.10 14,41
20 KM 1:23.20 20.42 4.09 14,49
25 KM 1:44.25 21.05 4.13 14,23
30 KM 2:05.59 21.34 4.19 13,91
35 KM 2:28.26 22.27 4.30 13,36
40 KM 2:53.42 25.16 5.04 11,87
42,195 KM 3:04.32 10.50 4.56 12,16
1. Halbmarathon 1:27.59 - 4.10 14,39
2. Halbmarathon 1:36.33 - 4.35 13,11
Marathon 3:04.32 - 4.22 13,72

Marathon 25.10.2009 in Frankfurt

Eine richtige Vorbereitung auf diesen Lauf konnte ich nicht durchziehen, da ich von meinem Triple-Ironman in Lensahn immer noch körperliche Blessuren davontrage. So plagt mich seit geraumer Zeit ein leichter Fersensporn im linken Fuß. Diesem fielen zahlreiche Trainingseinheiten zum Opfer. Am Starttag selbst sollte ich jedoch schmerzfrei sein. An der Messe angekommen folgt das übliche Ritual. Starterbeutel mit den persönlichen Sachen abgegeben, Wärmefolie schnappen, warmlaufen und ab in den Startblock.

Dort steht vor mir ein Läufer, der das Zeichen vom Triple in Lensahn auf seinem Shirt trägt. Ich schaue ihn mir genauer an und es ist Lüder Schulz-Nigmann, mit dem ich gemeinsam dieses Jahr an den Start ging. Nach kurzem Plausch mit ihm geht es dann auch schon los.

Meine Zielsetzung ist den Marathon unter 2:45 Stunden zu beenden. Obwohl mir klar ist, dass ich dieses Ziel zumindest dieses Jahr nicht mehr erreichen kann, laufe ich trotzdem mit dem dafür nötigen Schnitt von 3.55 min/km los. Ich laufe gut an, finde schnell meinen Rhythmus, doch schon nach 16 Kilometern fühle ich mich arg müde. Mit meiner Zwischenzeit zum Halbmarathon liege ich noch exakt im Plan, jedoch werden meine Kilometerzeiten deutlich schlechter. Schnell rechne ich hoch, dass ich nun ca. 4.05 pro Kilometer laufen müsste, um am Ende einen 4-Minuten-Schnitt zu erreichen und somit unter 2:50 Stunden zu bleiben. Diese Rechnung verwerfe ich aber spätestens bei Kilometer 30, da meine Kilometerzeiten nun stetig über 4.15 Minuten liegen. "Egal - schaue ich, dass ich wieder unter 3 Stunden bleibe und eventuell eine neue persönliche Bestzeit aufstellen kann", denke ich. Ich schaue nun auch nicht mehr auf die Uhr.

Die letzten Kilometer kann ich richtig genießen, so schaue ich auch mal bewusst auf dem Weg zur Alten Oper in die Zuschauermenge und entdecke einige Bekannte. Vorfreude auf den Zieleinlauf macht sich bei mir breit; nur noch ein Kilometer. Zwar kenne ich es ja schon, dennoch ist es jedes mal wieder überwältigend. Nach 2:54.52 Stunden erreiche ich dann in neuer Bestzeit den Zielstrich; was Platz 282 von 9500 Finishern bedeutet. In meiner Altersklasse belege ich den 65. Rang.

Aus unserem Team kommen Judith nach 3.39.46 und Clemens nach 3:51.53 Stunden ins Ziel. Für beide ist es der erste Versuch. Micika schleppt sich mit Fußbeschwerden nach 4:01.02 über den Strich und Alex steigt vernünftigerweise bei Kilometer 30 mit starken Knieschmerzen aus.

Distanz Zeit in h Differenz in min min/km km/h
5 KM 0:19.29 19.29 3.54 15,40
10 KM 0:38:58 19.29 3.54 15,40
15 KM 0:58.23 19.25 3.53 15,45
20 KM 1:18.24 20.01 4.00 14,99
25 KM 1:38.53 20.29 4.06 14,65
30 KM 1:59.57 21.04 4.13 14,24
35 KM 2:22.09 22.12 4.26 13,51
40 KM 2:45.04 22.55 4.35 13,09
42,195 KM 2:54.52 09.48 4.28 13,44
1. Halbmarathon 1:22.49 - 3.55 15,29
2. Halbmarathon 1:32.03 - 4.22 13,75
Marathon 2:54.52 - 4.09 14,48

Marathon 10.05.2009 in Mainz

Zu meinem Startplatz kam ich am Samstag eher zufällig, da ein über Ecken befreundeter Läufer absagen musste. Da ich mich, weil mitten in der Wettkampfvorbereitung, auf keine Zielzeit festlegen konnte sowie Alex und Micika einen Hasen suchten, der sie unter 4 Stunden ins Ziel bringt, nahm ich dieses Angebot gerne an. Denn - was kann schöner sein, als von zwei hübschen Mädels eingerahmt über den Asphalt zu flitzen?

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Marathon 26.10.2008 in Frankurt

Nachdem ich im Vorjahr an der 3-Stunden-Grenze gescheitert war, habe ich mir für dieses Jahr erstmals einen Trainingsplan ausgearbeitet. Diesen, einen 13-Wochen-Plan, arbeite ich am Anschluss an eine kurze Regenerationspause nach dem Ironman in Frankfurt ab. So stehen monatlich etwas mehr als 400 Laufkilometer verteilt auf Intervall-, Regenerations- und diverse Tempoläufe auf dem Programm.

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Marathon 28.10.2007 in Frankurt

Mit dem Ziel, unter 3 Stunden zu laufen, trete ich drei Wochen nach dem Köln-Marathon heute in Frankfurt an. Von optimalen Bedingungen sprechen die meisten anderen Teilnehmer, da es nicht so warm sei und zudem leicht bewölkt. Mir hingegen ist es mal wieder viel zu kalt. Mit zwei Shirts begebe ich mich nach dem Warmlaufen (Asics DS Trainer 12) in den ersten Startblock. Um mich herum hauen sich zahlreiche der sogenannten ambitionierten Läufer ihre angestrebten Durchschnittszeiten pro Kilometer um die Ohren, was mich dazu veranlasst, mich ein paar Meter weiter hinten einzureihen.

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